+ Am Südufer des Vättern - Skandinavischer Sommer - Die Reise in den Norden Europas

Am Südufer des Vättern - Skandinavischer Sommer - Die Reise in den Norden Europas

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Am Südufer des Vättern

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An einem verregneten Tag im August planten wir einen Ausflug an den Vättern. Der Vättern See ist mit einer Fläche von 1886 km² nach dem westlich gelegenen Vänern der zweitgrößte See Schwedens und der sechstgrößte Europas.

Der Bodensee zum Vergleich erreicht gerade einmal 536 km². Selbst für erfahrende Schweden-Reisende, die schon viele große Seen erleben durften, ist dieses mächtige Gewässer noch etwas Besonderes.

Von Süden her über die E4 kommend fährt man einige Kilometer am Ostufer des Vättern entlang, bis sich die Schnellstraße dann nordostwärts Richtung Stockholm wendet. Diese Gegend ist unser heutiges Ziel, denn vom schnellen vorbeifahren kann in Schweden nur abgeraten werden. Nehmen Sie sich Zeit und entdecken das Land.
Das Neue Rathaus mit dem Park.
An der Südspitze des Vättern liegt Jönköping, der Hauptort des gleichnamigen schwedischen Län (Provinz). Gleichzeitig bildet die zehntgrößte schwedische Stadt auch das nördwestliche Ende der historischen Provinz Smaland. Jonköping verfügt über einige Sehenswürdigkeiten und einen langen Strand am See.

Eine hohe Dichte an Restaurants, Cafés und Bars verhelfen der Stadt zu pulsierendem Leben. Fußgängerzonen und Kaufhäuser laden zum shoppen ein. So ist Jönköping auch für Tagesgäste aus umliegenden Feriengebieten interessant, hier kann man sich ein wenig Abwechslung verschaffen, und abends wieder vor der gemütlichen Hütte den Grill an- oder die Angel auswerfen.
Das Stora Hotellet im Zentrum wurde bereits 1860 eröffnet.
Die Fußgängerzone in der Innenstadt.
Der Besuch von Jönköping ist auf jeden Fall eine Empfehlung. Hier bekommt man alles, was es auf dem Lande nicht gibt. Zudem gewährt die Stadt einen guten Blick auf die schwedische Lebensart außerhalb der ländlichen Ferienhausidylle. Entgegen der Voraussage ließ der Regen nicht nach. Dennoch machten wir uns auf den Weg nach Gränna, der Heimat der Zuckerstangen.

Die E4 führt hier in einem großen Bogen am See entlang und passiert den Stadtteil Huskvarna, welcher früher eine eigenständige Stadt war und dem Selma Lagerlöf in "Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgerson mit den Wildgänsen" ein Kapitel widmete.
Das kleine Gränna liegt rund 40 Kilometer nördlich von Jönköping. Die Fahrt auf der erhöht über dem See liegenden Autobahn ermöglicht teils spektakuläre Aussichten auf den Vättern. Wenn es nicht gerade wie aus Kübeln giesst. Gränna ist schnell erreicht. Für eine recht kleine 2500-Seelen-Gemeinde ist hier im Skandinavischen Sommer viel los.
In der Hauptstraße reiht sich ein Geschäft an das andere. Ganz großes Thema sind die Zuckerstangen, die man hier nicht nur kaufen kann. Wer Lust hat, kann auch selbst Hand anlegen und zum Zuckerbäcker werden. Einfach in einem der Läden oder im Tourismusbüro fragen. Ntürlich versteht jeder den Begriff Zuckerstange, der Insider verwendet den Begriff Polkagrisar. Standard ist die rot-weiße nach Pfefferminz schmeckende Version, aber es gibt inzwischen zahllose weitere Varianten, auch ohne Zucker. Man kann sich natürlich auch anderweitig stärken, so stehen beispielsweise Pizza und Hamburger als Alternative zur Verfügung.
Das Verkehrschild weist den Weg zur Fähre nach Visingsjö.
Von der Hauptstraße zweigt auch die Zufahrt zum Hafen von Gränna ab. Hier startet die Fähre nach Visingsö, der größten Insel im Vättern. Visingsö ist rund 14 Kilometer lang und ein beliebtes Ausflugsziel der Schweden, insbesondere der Einwohner von Jönköping.

Auch für ausländische Touristen ist eine Fahrt mit dem Remmalagsvagnar, einer Pferdekutsche, über die Insel ein beschauliches Naturerlebnis. Sportlich Aktive können Fahrräder mieten. Wer möchte, kann auch mit dem Auto übersetzen.
Blick vom Hafen auf Gränna.
Für uns ist hier der Abschied vom Vättern gekommen. Jedenfalls für dieses Mal. Auf der Rückfahrt Richtung Jönköping scheint dann doch noch die Sonne auf den See. Auf uns warten weitere Ziele in Schweden, diesem wundervollen nordischen Land.
Blick von Gränna südwärts über den Vättern.
Das Per Brahe Gymnasium in Jonköpings Zentrum. Für uns insofern interessant, dass Per Brahe der Jüngere, der ehemalige schwedische Reichsdorst, den Ort Gränna am Ufer des Vättern anlegte, der auf unserer Reiseroute lag.
Das Hofgericht neben dem Alten Rathaus in Jönköping.
Bei dem Wetter fährt man am liebsten ins gemütliche Ferienhaus zurück, aber auf dem Weg von Jonköping nach Gränna stellt der Wetterbericht Besserung in Aussicht.
Endlich Zuckerstangen!
Gränna liegt naturschön am Ostufer des Sees vor hohen Felsen.
Die Fähre von Visingsö läuft im Hafen von Gränna ein.
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