Geiranger und Geirangerfjord

Der Geirangerfjord. Unzählige Touristen reisen jedes Jahr mit eigenen Fahrzeugen oder großen Kreuzfahrtschiffen an, um dem bekanntesten norwegischen Fjord einen Besuch abzustatten. Die riesigen Schiffe wirken beeindruckend in dem nur maximal 1,3 Kilometer breiten Meeresarm und verlieren sich doch in den extrem steilen Felswänden, die bis zu 1400 Meter in die Höhe ragen.

Der Geirangerfjord, im norwegischen More og Romsdal gelegen, wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und wer hier war, die Erhabenheit der Natur, großartige Wasserfälle und den Kontrast zwischen dem von türkis bis tiefblau schimmernden Fjord und den schneebedeckten Bergen gesehen hat, wird diese Entscheidung sicher mit vollem Herzen nachvollziehen können.

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Ort Geiranger am Ende des Fjordes

Am Ende des Fjordes liegt der kleine Ort Geiranger. Ab dem späten Frühjahr erwacht das Dorf zu einem der wichtigsten Touristenzentren des Landes. Die Hotels sind belegt, die Souvenir-Läden voll und die Restaurants und Imbiss-Buden sehr gut besucht. Durch die Ankunft der Kreuzfahrtschiffe, der Hurtigrute (die hier täglich anlegt) und zahlreichen Reisebussen gibt es natürlich zu Stoßzeiten einen gewissen Rückstau an den Besucher-Einrichtungen.


Zwar wird alles mit nordischer Freundlichkeit und Gelassenheit organisiert, dennoch sehnt sich manch genussvoll Reisender schon bald weit fort von hier, nur um dem Trubel der Touristenströme zu entkommen.

Wunderschöner Blick auf den Geirangerfjord
Blick vom Berg Dalsnibba auf den Geirangerfjord

Ganz so einfach ist dies aber nicht umzusetzen, denn ein kleiner Ausflug auf dem Fjord oder die Fahrt mit der Fähre nach Hellesylt gehört zum Programm. Genau wie ein Trip die Adlerstrasse hinauf zu grandiosen Aussichtspunkten und dem Dalsnibba, einem 1500 Meter über dem Fjord gelegenen Berg mit Panoramablick über den Fjord, den Ort Geiranger und das umliegende Gebirge.

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Kreuzfahrtschiff im Geirangerfjord vor dem Ort Geiranger
Der Bootsanleger in Geiranger

Kreuzfahrtschiffe vor Gerianger

Die großen Kreuzfahrtschiffe können in Geiranger nicht am Kai anlegen, daher wurden über viele Jahre Tenderboote eingesetzt. Inzwischen gibt es einen dreiteiligen, klappbaren Anleger, den Seawalk, der deutlich mehr Komfort bietet. Die kleine Anlegestelle bleibt hauptsächlich der festen Fährverbindung Geiranger-Hellesylt vorbehalten. Diese bietet neben den Ausflugsbooten, die von Geiranger aus starten, die Möglichkeit, den Fjord vom Wasser aus zu erobern. So erlebt man die Wasserfälle „Die Sieben Schwestern“, „Brautschleier“ und „Freier“.

Blick von der Adlerstraße hinab auf den Geirangerfjord
Zwei Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord

Die Autofähre Geiranger-Hellesylt ist eine der Gelegenheiten, den Geirangerfjord auf dem Wasser zu erleben. Wie auf allen Fähren, die Abschnitte der Riksvei (Reichsstraßen) Norwegens sind, können Sie natürlich auch hier ihr Fahrzeug mit an Bord nehmen. Hellesylt ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Touren an den Atlantik, zum Beispiel nach Alesund. Auch für Rundfahrten durch Fjordnorwegen eignet sich diese Route ausgezeichnet.

Die Fahrt dient hier nicht ausschließlich der Beförderung und der Betrachtung der überall in Norwegen atemberaubend schönen Landschaft, per Band wird in mehreren Sprachen (auch auf deutsch) über den Geirangerfjord, seine Highlights und die frühere Besiedlung informiert.

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Die Fähre Hellesylt - Geiranger auf dem Geirangerfjord
Wasserfall Sieben Schwestern am Geirangerfjord

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Wasserfall Geiranger am Geirangerfjord
Trolle im Regal in einem Shop in Geiranger
Auf der Fahrt begegnet man dem Ursprung einer alten Saga, der des Werbens eines unglücklichen „Freiers“, dem keine von „Sieben Schwestern“ entsprach. Der „Freier“, an dem den „Sieben Schwestern“ gegenüber liegenden Ufer, verfiel daraufhin hoffnungslos dem Alkohol, auf dem linken Bild kann man die Flasche gut im letzten Abschnitt des Wasserfalls erkennen.
 
Freilich sorgt diese Geschichte für Heiterkeit an Bord, man lauscht weiter den nun wahren Erzählungen, vom 300 Meter hohen Fall der „Sieben Schwestern“ und von alten, hoch oben gelegenen Bauernhöfen, die nun verlassen sind. Die spielenden Kinder wurden dort an Seile gebunden, damit sie nicht die steilen Felsen hinab stürzten.

Zurück in Geiranger muss sich der Individualreisende entscheiden. Über den Berg Dalsnibba Richting Stryn, oder auf der Goldenen Route gen Trollstigen. Wohl dem, der genug Zeit hat. Denn hier in Norwegen ist jede Tour eine Erinnerung für die Ewigkeit.