+ Smaländische Seen 2 - Skandinavischer Sommer - Die Reise in den Norden Europas

Smaländische Seen 2 - Skandinavischer Sommer - Die Reise in den Norden Europas

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Smaländische Seen 2

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Smaländische Seen - zurück zum 1. Teil

Unsere Entdeckungsreise zu den Gewässern Smalands ging weiter. Am Arydsjön genügte ein Blick auf die gute Karte, welche wir in Växjö im Touristenbüro erworben hatten. Der Rottnen lag nur wenige Kilometer südöstlich und beeindruckte schon durch seine Größe auf dem Papier. Über schmale Straßen ging es durch verschlafene Örtchen wie Fägerstadt bis ins Städtchen Hovmantorp (dem größten Ort am Rottnen) und dann am Ostufer des Rottnen entlang bis nach Linnehult. Wer den Trubel und das Shopping mag, fährt besser woanders hin. Hier dominiert die Natur und bis auf ein paar einzelne, freundlich winkende Menschen bleibt man mit Flora und Fauna unter sich.
Da wir vom See noch nicht viel gesehen hatten, fuhren wir in Linnehult eine kleine Straße westwärts, um an das Südufer des Sees zu gelangen und noch ein wenig zu fotografieren. Bald fand sich eine kleine Nische in der Wildnis, wo das Auto stehen bleiben konnte, der See lag nur gut einhundert Meter entfernt.
In solch menschenarmen Gegenden ist es gut, sich vor dem Betreten des Waldes und auch später immer wieder mal umzudrehen und ein wenig die Landschaft in Form markanter Punkte wie Felsformationen oder alter Bäume einzuprägen. Wir haben uns auf einer Mountainbike-Tour in Värmland schon mal ordentlich verirrt, seit dem ist man vorsichtiger geworden.
Aber zurück zum Rottnen. Rund hundert Meter ging es zu Fuß recht bequem durch die schwedische Urlandschaft, welche am Straßenrand ihren Anfang fand. Moos-bewachsene Felsen und lichter Nadelwald gaben alsbald den Blick auf das Wasser des Sees frei, der sich nun bei zunehmend schönem Wetter präsentierte.
Spuren von Zivilisation gab es hier im relativ dicht besiedelten Südschweden natürlich auch zu sehen, aber die flachen Stege und kleinen Boote konnten die Idylle nicht stören. Immerhin 32,5 Quadratkilometer Fläche umfasst das Gewässer, bis zu 18 Meter tief ist der See. Typisch für Smaland ist der Fischbestand, Hechte und Brassen, vor allem aber ein gute Zahl an Barschen ist zu verzeichnen.
Von den Stegen am Ufer lässt sich im flachen Wasser nur bedingt angeln, sie dienen eher dem Besteigen der Boote für die große Tour. Und ein wenig sonnen kann man sich, vom Wasser umgeben, hier ja auch sehr gut.
Zahllose kleine und größere Inseln, meist auf felsigem Grund prägen das Bild der smaländischen Seen in den Flachwasserzonen. Schnell hat die Flora das Land erobert, und wunderbare Schutzzorte für viele Vogelarten geschaffen. Die Brutplätze sollten geschont und ein Betreten der Eilande vermieden werden. Auf manchen Inseln in Schweden haben wir aber auch überdachte Schutzplätze und Feuerstellen für Kanuten und andere Naturliebhaber entdeckt, die dann natürlich auch entsprechend genutzt werden können.
Die Kulisse kann für Süßwasser-Angler gar nicht schöner sein, also nichts wie raus mit dem Boot. Selbst Ungeübte werden mit Made, Wurm oder Kunstköder schnell pfannentaugliche Barsche fangen, wenn nicht, liegt es auch schon mal am zu warmen Wetter. Ein weiterer Versuch lohnt auf alle Fälle. Wer nett fragt, dem wird von Einheimischen gern ein guter Tipp gegeben. Ab Juli kann man sich auch gut dazu mit Pilzen versorgen, die man fast überall in den Wäldern reichlich findet.
Die Gemeinde Tingsryd ist vielen Schwedenfreunden vielleicht aus den Angeboten der Reiseveranstalter bekannt, wenn man nicht schon selbst vor Ort war. Tingsryd selbst ist das Zentrum mit Geschäften, Restaurants und sozialen Einrichtungen. Hier ist bis in den Herbst hinein viel Trubel. Aber auch im Winter trifft man auf Eishockey-begeisterte Schweden. Die Kombination aus dem für schwedische Verhältnisse lebhaften Zentrum und der wunderschönen Natur mit rund 200 Seen bilden die Basis für einen gelungenen Schwedenurlaub. 
Einer der schönsten Seen liegt direkt an der Südwestgrenze des Ortes, nur durch die Straße 29 von den Häusern getrennt, der Tiken. Reisende, welche Tingsryd besuchen oder auch nur passieren, werden hier sicher halten und ein Foto schießen.
Von der Stadt weg erstreckt sich der See noch weit Richtung Süden. Für Angler interessant ist sicher der Bestand an guten Zandern. Mit 6 Quadratkilometern und rund 8 Metern Tiefe ist er auch in einem Urlaub recht gut zu erforschen, ohne langweilig zu werden. 
Wie schon bemerkt, Angebote für die Ferien gibt es genug, ob aktiv oder ganz für sich in der Natur. Campen, Angeln und Radfahren und Wandern. Bekannt ist die Gemeinde auch für ihre Liebe zu Pferden, es existiert sogar eine Trabrennbahn.
Rund 20 Kilometer nordöstlich von Tingsryd haben wir eine weitere schwedische Schönheit in den tiefen Wäldern entdeckt, den kleinen Ort Bro mit Teich und dem See Vikholmen.
Um es vorweg zu nehmen, diese Tour muss nicht in eine Sackgasse führen, Sie können auch diesen Weg aus der Ferienregion Südlicher Asnen/ Tingsryd nach Kalmar und zur Brücke der Insel Öland nehmen, als lohnendes Teilstück einplanen.
Die Nebenstraßen zeigen häufig viel mehr von Land, Leuten und Tieren, als die gut ausgebauten Hauptverkehrsadern.
Winken Sie den Menschen in den kleinen Orten, ihr Gruß wird freundlich erwiedert werden.
Um nun tatsächlich zum kleinen Ort Bro zu gelangen, folgen Sie vom Ufer des Tiken in Tingsryd der Beschilderung in Richtung Linneryd und biegen nach 10  Kilometern rechts Richtung Vrangebo ab. Von dort geht es weiter über Flaboda nach Bro. Bei Flaboda liegt nördlich der See Vikholmen, südlich der Bastsjön.
Der kleine Ort Bro selbst ist ein Stück Schweden aus dem Bilderbuch. Gelegen an einem zur Stromgewinnung angestauten Fluss fügen sich die Gebäude harmonisch, fast idyllisch in die von Menschen geschaffene Oase in der Wildnis. Die alte Steinbrücke vervollkommnet den Eindruck eines sehr friedlichen Platzes.
Hier endet zunächst unsere Entdeckungsreise durch die Seenwelt Smalands. Wir sind aber natürlich weiter unterwegs im Norden Europas, daher sicher sehr bald mehr hier zum Thema.
Der Rottnen in Smaland
unten: Der wunderschöne Tiken
unten: Der Vikholmen bei Flaboda
In Bro

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